Österreichische Unternehmensgruppe setzt auf abas-ERP

Pankl Systems GmbH
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In der Pole-Position mit ERP

Ein weltweit tätiger Konzern mit Tochterunternehmen, mehreren Geschäftsbereichen und Einzel- bis Serienfertigung – die Anforderungen der Pankl Racing Systems AG an ein ERP-System sind hoch. Das österreichische Unternehmen hat sich vor zehn Jahren für ein System von der deutschen ABAS entschieden. Bis heute hält die moderne und flexible Software mit den rasanten Entwicklungen des High-Tech-Unternehmens schritt und unterstützt das Unternehmen auf seinem Wachstumskurs.

 
Pankl Systems GmbH

Erster sein. Im Rennsport geht es um Leistung und Sieg. Mensch und Maschine sind darauf getrimmt, Höchstleistungen zu vollbringen. Die Herausforderung, innovativ zu sein und Qualität zu liefern, ist für die börsennotierte Pankl Racing Systems AG nicht nur im Rennsport Verpflichtung, sondern auch auf anderen Märkte. An den Unternehmensstandorten Bruck an der Mur und Kapfenberg in Österreich entwickelt, erzeugt und vertreibt Pankl seit 1985 hochpräzise Motor- und Antriebssysteme sowie Fahrwerksteile für den Rennsport, für High Performance Autos und die Luftfahrtindustrie. Weitere Produktionsstätten in Großbritannien, in der Slowakei und in den USA sorgen für die Nähe zum Kunden.

Als technologische Kompetenzzentren werden die Stützpunkte Kapfenberg für den Bereich Antrieb und Bruck an der Mur für den Bereich Motor stetig ausgebaut und aufgerüstet. ‚Darüber hinaus ermöglichen Akquisitionen von markt- und technologieführenden Unternehmen eine optimale Ergänzung des Produktportfolios. Die Hauptmärkte für Pankl-Produkte sind Europa, die USA und Asien. Die Kunden schätzen die Innovationsstärke des steirischen High-Tech-Unternehmens mit über 800 Mitarbeitern weltweit. Pankl bietet seinen Kunden ein umfangreiches Paket an hochwertigen und maßgeschneiderten Dienstleistungen. Mit eigenen Abteilungen für Forschung und Entwicklung, Konzeption, Konstruktion sowie speziellen Testeinrichtungen ist Pankl Racing Systems ein führender Systemanbieter in seinen Nischenmärkten.

Gerade im Motorrennsport gilt es Kundenanforderungen zu erfüllen, die es sonst in kaum einer Industrie gibt. Die Produktlebenszyklen der Höchstleistungskomponenten dauern oft nur eine kurze Zeit an. Aufwändige Materialforschung und umfangreiche Test- und Simulationsmöglichkeiten sind ebenso Voraussetzung wie Einzelfertigung und Just-in-Time Delivery mit höchster Flexibilität.

Doch auch die Märkte als Zulieferer für die Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie sind anspruchsvoll. Hier wird zum Beispiel hohe Flexibilität und Qualität gefordert und die Rückverfolgbarkeit von Produkten und Prozessen muss gewährleistet sein.

 

Zentrale IT

Pankl hat in über 20 Jahren ein Know-how und eine Infrastruktur aufgebaut, die auf diese Anforderungen abzielt, um sich in diesen Nischenmärkten zu behaupten. Als Planungs- und Steuerungsinstrument dient den Steirern hierfür die betriebswirtschaftliche Standardsoftware des deutschen Herstellers ABAS. Diese wurde 1996 eingeführt und begleitet das Unternehmen seitdem durch die rasanten Phasen des Wachstums und der Internationalisierung. Für den Betrieb der Software abas-ERP (Enterprise Resource Planning) ist Daniel Konrad verantwortlich, der mit seinem vierköpfigen ERP-Team zwölf abas-ERP-Mandanten sowie auch das übergeordnete Management Informationssystem betreut. Das Rechenzentrum für die in Europa angesiedelten Standorte befindet sich im steirischen Bruck.

Bei der Vielzahl von Standorten ist es notwendig, besonders auf die Datenkonsistenz zu achten und Datenverlust zu vermeiden. Die Strategie der zentralen IT und der von Österreich aus verwalteten Mandanten kommen diesen Forderungen entgegen. „Der abas-Server läuft hier unter Linux mit einem Opteron 64-Bit-Prozessor von AMD, mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben und der auch relativ preisgünstig ist. Ein weiterer Server steht in den USA sowie in der Slowakei. Derzeit sind weltweit 150 abas-Lizenzen im Einsatz, die von rund 240 Mitarbeitern genutzt werden“, erklärt Konrad. Im Einsatz sind alle abas-Module, lediglich für den Bereich Lohn wird ein separates Programm eingesetzt.

 

Viele Aufgaben - ein System

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In den Jahren seit der Einführung des ERP-Systems hat sich dieses nicht nur durch seine Stabilität bewährt, es ist auch „mitgewachsen“. „Wir haben hohe Anforderungen an die Flexibilität der Software, da wir sehr unterschiedliche Geschäftsbereiche und -prozesse abdecken müssen und sich die Aufgaben – bedingt durch das Wachstum von Pankl – oft ändern“, betont der ERP-Abteilungsleiter Konrad. Viele frühere Insellösungen beziehungsweise Software-Eigenentwicklung werden heute standardmäßig mit abas-ERP abgedeckt.

Die Aufgabenstellungen sind vielfältig: „Generell müssen wir beispielsweise im Rennsport mit sehr kurzen Zeiträumen von der Entwicklung bis zur Lieferung rechnen, das bedeutet, es muss sehr genau und flexibel geplant werden. Es müssen zudem sehr kurze Durchlaufzeiten in der Fertigung realisiert werden.“ Die Steirer produzieren schließlich nicht auf Lager, sondern – wie im Rennsport üblich - auf Kundenanfrage und müssen deshalb extrem flexibel in der Kapazitätsplanung sein. Pankl entschied sich daher für eine Erweiterung der abas-Standardfunktionen Fertigung/PPS um eine Software für die Fertigungsfeinplanung. ABAS bietet hierfür den simcron Modeller an, die der Dresdner Partner simcron GmbH entwickelt hat. Mithilfe des Simulationssystems lässt sich der zeitliche Ablauf von Fertigungsprozessen schnell und präzise im voraus berechnen. Das ermöglicht unter anderem die Erprobung von Planungsalternativen und die Vorhersage ihrer Auswirkungen auf Unternehmensziele. Informationen über ablaufcharakteristische Größen, wie Termineinhaltung, Durchlauf- und Liegezeiten, Auslastung und Engpässe werden als Ergebnis der Simulation ermittelt und können direkt zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. Das Planungs- und Simulationswerkzeug ist vollständig in abas-ERP integriert. Bei Projekten und Anforderungen wie diesen arbeiten die Steirer vorzugsweise mit dem IT-Dienstleister Nittmann & Pekoll zusammen. Das Wiener Unternehmen ist ein Partner der deutschen ABAS AG und betreut Pankl seit der erfolgreichen ERP-Einführung.

Im Seriengeschäft des Herstellers hingegen ist die Datenqualität von Relevanz, denn hier dominiert der Kostendruck. Hier ist unter anderem eine zuverlässige Betriebsdatenerfassung (BDE) sehr wichtig um beispielsweise hohe Maschinenauslastungen zu gewährleisten oder auch zu hohe Ausschussquoten schnell zu erkennen und zu reagieren. Dies kommt nicht nur der Kostenkontrolle zugute, sondern unterstützt auch die Qualitätsphilosophie der Steirer.

Ein weiteres Beispiel für die Vielseitigkeit der Aufgaben bietet der Geschäftsbereich Luftfahrt. Hier spielt unter anderem die Rückverfolgbarkeit eine große Rolle. Hierzu wurde eine Seriennummerverwaltung im ERP implementiert, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten und geforderte Auditierungen zu gewährleisten.

 

Überblick behalten

Auch für das Management wuchs in den vergangenen Jahren die Bedeutung des ERP-Systems, denn Kennzahlen spielen eine große Rolle für das börsennotierte Unternehmen. Aus dem ERP-System beziehungsweise den einzelnen Mandanten übernehmen die Steirer die Kennzahlen aller Firmen der Unternehmensgruppe in ein Management Informationssystem (Business Intelligence) und werten diese aus. Für ein einheitliches Konzern-Controlling bietet die ERP-Software mit der Konzernrechnungslegung, der Finanzbuchhaltung, der Anlagenbuchhaltung oder dem Corridor Controlling vielfältige Möglichkeiten. „Diese Zuverlässigkeit dieser Daten – wir sprechen von unserem Data Warehouse – sind von größter Wichtigkeit für das operative Geschäft“, betont der ERP-Leiter.

Dies setzt voraus, dass jeder im Unternehmen sehr sorgfältig mit dem System umgeht weiß Konrad: „Das Verständnis für eine hohe Datenqualität ist die Grundvoraussetzung für den effizienten Betrieb eines ERP-Systems. Das ist nur möglich, wenn das System bei den Mitarbeitern akzeptiert ist und genutzt wird. Jeder muss sich mit dem ERP-System identifizieren, sonst funktioniert es nicht.“ Eine gewichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch die Schulung der Anwender. „Wir sind bemüht, deren Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. Wir können uns in dieser Hinsicht weder auf der Produkt- noch der Know-how-Seite Stillstand leisten. Je besser sich die Anwender mit dem System auskennen, desto effizienter kann es genutzt werden“, betont Konrad.

 

Immer aktuell

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Das gilt auch für die Software, die immer auf dem neuesten Stand sein muss. Gute Erfahrungen habe man mit der Upgrade-Strategie des deutschen Herstellers gemacht. Die Neuerungen seien bisher immer sinnvoll gewesen und – vor allem – problemlos zu installieren. „Man weiß woran man ist bei ABAS und deren Partner Nittmann & Pekoll – die Software ist ausgereift, der Hersteller ist solide aufgestellt und die Beratung der Wiener fundiert“, fasst er seine Eindrücke und Erfahrungen zusammen.

Neben der bodenständigen Art schätzt er auch die Vorteile, die eine zunehmende Internationalisierung von ABAS mit sich bringen: „Die Verfügbarkeit der Software in mehr als 25 Sprachen - sowohl in der Bedienerführung als auch in der Sprachausgabe – oder das Verarbeiten unterschiedlicher Währungen kommen uns sehr entgegen.“

Weitere Projekte mit abas-ERP stehen bereits in den Startlöchern. Die umfangreichen E-Business-Funktionalitäten der Software sollen beispielsweise den Informationsaustausch und die Kommunikation mit Niederlassungen, Tochterfirmen, Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten vereinfachen.

Auch eine Kopplung zum PDM-System (Produktdaten-Management) Teamcenter von Siemens soll in naher Zukunft realisiert werden. Ganz im Sinne des Pankl-Mottos: „HighTech, high Speed, high Quality.“

 
 
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