Flexibilität gewonnen

Maschinenbau Kallfass GmbH & Co.
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Die 1949 gegründete Maschinenbau Kallfass GmbH & Co. ist ein Maschinenbauunternehmen, in dem von rund 70 Mitarbeitern Maschinen für die Holzverarbeitung produziert werden. Seinen Durchbruch zur industriellen Fertigung hatte der Schwarzwälder Betrieb mit dem Aufkommen der ersten Mehrfach-Ablängsägen. Heute ist Kallfass eher ein Anlagenbauer, dessen Systeme von der automatischen Beschickung bis zur automatischen Stapelung reichen. Die Kunden aus mehr als 30 Ländern sind hauptsächlich Sägewerke, Parkett- und Palettenfabriken sowie Hobelwerke. Mittlerweile existiert in Wernigerode im Harz ein Zweigwerk.

 

Ausgangssituation

abas-Anwender: Maschinenbau Kallfass GmbH & Co.

Bei Kallfass ist so gut wie nichts Standard. Alles wird auftragsbezogen in vielen Varianten nach dem Baustellenprinzip gefertigt. Zahlreiche Teile und Baugruppen werden in kleinen Serien auf Lager vorgefertigt. Bis Ende der 70er Jahre hatte man die Organisation per Zuruf und die Konstruktion per Handskizzen bestens im Griff. Damals war der Betrieb mit knapp zehn Mitarbeitern noch überschaubar. Mit zunehmendem Wachstum und komplexeren Produkten wurde dies jedoch schwieriger. „Moderne Zeiten“ begannen dann mit dem Eintritt des heutigen Geschäftsführers in die Firma, Ernst Kallfass, der das erste Reißbrett kaufte. 1991 wurde es von einem CAD-System abgelöst. Und dies hatte man mit großem Weitblick getan. Denn schon damals war klar, dass man das computerunterstützte Konstruieren lediglich als Einstieg in eine durchgängige CAD-ERP-BDE-Konzeption verstand.

 

Kompatibilität, Anpassungsfähigkeit und Einfachheit

1992 wurde der zweite Schritt in Angriff genommen. „Dieser Schritt war etwas schwieriger“, berichtet Fertigungsleiter Hans Haist, der das Gesamtprojekt IT maßgeblich mitplante und darüber mitentschied. „Uns war klar, dass die Auswirkungen der neuen organisatorischen Maßnahmen erstmals direkt bis in die Werkstatt spürbar sein würden. „Deshalb musste das neue System auch einiges an Voraussetzungen mitbringen:

Kompatibilität zum bestehenden CAD-System etwa oder zum Zeiterfassungssystem. Aber auch Anpassungsfähigkeit, weil man sich keine feste Struktur aufzwingen lassen wollte. Einfach musste es sein, und zwar in jeder Beziehung: einfach zu bedienen, einfach in seiner Systematik und einfach in der Datenpflege.“

Ein System der mittleren Datentechnik wäre jedoch zu teuer und zu aufwändig gewesen. „Uns ging es auch darum, dass unsere Leute an den Maschinen unsere Maßnahmen nicht als zusätzliche Belastung empfinden. Das System sollte von unseren Mitarbeitern selbst – ausnahmslos EDV-Laien – ohne großen Schulungsaufwand bedient und beherrscht werden können“, erläutert Hans Haist.
Auch Geschäftsführer Ernst Kallfass hatte klare Vorstellungen von dem neuen System: „Die große Stärke von Betrieben unserer Größenordnung im Allgemeinen und bei Kallfass im Speziellen liegt in der Flexibilität, vor allem in der sehr kurzfristigen Reaktionszeit auf die zahlreichen Änderungen von Kundenwünschen. Und alles, was diese Flexibilität einschränken oder gefährden könnte, wird von uns abgelehnt!“

 

Nachkalkulation mit der abas-Business-Software

abas-Anwender: Maschinenbau Kallfass GmbH & Co.

Mit diesen Vorgaben fiel die Entscheidung schließlich zugunsten der ERP-Software von ABAS. Wichtig für diese Entscheidung war dem Schwarzwälder Unternehmen neben der Tatsache, dass die abas-Business-Software alle gestellten Anforderungen erfüllte, vor allem der niedrige Anschaffungspreis und die vergleichsweise günstigen Folgekosten für Wartung und Upgrades.
„Hervorzuheben ist die flexible Standardoberfläche, die mit Hilfe einfachster, intelligenter Werkzeuge individuell nach den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Anwender am Arbeitsplatz gestaltet werden kann“, so Haist. „Damit konnten wir uns unsere vielen Sonderwünsche selbst erfüllen und die Software beherrschen – ohne von einem Softwarehaus oder von Programmierern abhängig zu sein.“
Beispielsweise ist heute die Datenerfassung standardisiert, was zu einer erheblich verbesserten Transparenz führt. Bei krankheits- oder urlaubsbedingter Abwesenheit kann jeder andere Mitarbeiter Arbeiten jederzeit ohne Probleme übernehmen. Aus der Bestellmaske heraus kann sofort gefaxt werden und es bestehen Telefonwählhilfen in den Kunden-, Lieferanten- oder Mitarbeitermasken. Hierbei wird sogar die Vorwahl geprüft und automatisch die jeweils günstigste Sparvorwahl miteinbezogen. Die Angebotserstellung, die bei Kallfass über die „Flexible Oberfläche“ selbst programmiert wurde, erfolgt menügeführt. Eine weitere Besonderheit ist der Betriebsauftrag, der aus einem integrierten „Stücklisten-Arbeitsplan“ besteht. Dieser begleitet den Auftrag als „Laufkarte“ durch den gesamten Fertigungsprozess und dient als Kosten- bzw. Ist-Datenerfassungsblatt. Haist: „Wir produzieren schließlich Maschinen und nicht Papierberge.“

 
abas-Anwender: Maschinenbau Kallfass GmbH & Co.

Neben diesen zeitsparenden Arbeitserleichterungen bietet die abas-Business-Software wertvolle Unterstützung in der Fertigung: Arbeitsgänge wurden in drei unterschiedliche, aber für bestimmte Maschinen typische Arbeitsgangkataloge zusammengefasst, in denen jeweils nur noch maximal neun unterschiedliche Arbeitsgänge möglich sind. Welcher dieser drei Arbeitsgang-Kataloge tatsächlich zutrifft, wird bereits im CAD-System definiert und zusammen mit den Stücklisten-Positionen in der abas-Business-Software übertragen, wo dann die Arbeitsgänge ausgedruckt werden. Über diese Barcodes können durch das Zeiterfassungssystem die Ist-Zahlen der Aufträge und die Anwesenheitszeiten der Mitarbeiter exakt ermittelt werden.
Diese Auftrags-Ist-Zeiten ermöglichen Kallfass erstmals eine Nachkalkulation, die über das Zusammenspiel der abas-Business-Software mit dem Zeiterfassungssystem sehr leicht durchführbar ist: Die Ist-Zeiten werden einfach per Barcode und Lesestift durch „An- und Abstempeln“ der Arbeitsgänge erfasst, dem Auftrag zugeordnet, automatisch von Pausen und ähnlichen Fehlzeiten bereinigt, über Stundensätze bewertet und dann an abas-ERP zurückgeschickt. Da parallel dazu auch die An- und Abwesenheit der Mitarbeiter erfasst wird, kennt man gleichzeitig den produktiven Anteil der Gesamtbetriebszeit – also den Anteil, der Aufträgen direkt zugeordnet werden kann. Auf diese Weise weiß man bei Kallfass seit der Einführung von abas-ERP ganz genau, wieviel ein Auftrag tatsächlich gekostet hat, wenn er das Werk verlässt.

 

Flexibilität gewonnen

Große Vorteile brachte auch die Mehrlagerverwaltung. Heute ist es keine Schwierigkeit mehr, mit einem Mandanten die Lager der beiden Werke in Klosterreichenbach und Wernigerode einheitlich zu verwalten. „Den Erfolg sowie das damit verbundene Wachstum unseres Unternehmens sehen wir in der Kombination der CAD-ERP-BDE-Systeme begründet, wobei bei der Bewertung abas-ERP eine ganz entscheidende Rolle zugesprochen werden kann. Heute schaffen wir mit der gleichen Zahl von Mitarbeitern wesentlich mehr in noch besserer Qualität und erreichen eine äußerst niedrige Durchlaufzeit“, lautet das Fazit von Fertigungsleiter Haist. „Auch wenn wir durch CAD und ERP-Unterstützung in Verwaltung und Fertigung regelrecht IT-durchsetzt sind, haben wir durch die hohe Anpassungsfähigkeit der abas-Business-Software nichts an Flexibilität eingebüßt – im Gegenteil, eher dazu gewonnen.“ Obwohl bei Kallfass zahlreiche eigene Anpassungen in abas-ERP vorgenommen wurden, wird die Upgradefähigkeit des Systems nicht beeinträchtigt. Dank der schichtenförmigen Architektur bleiben nach einem Upgrade alle vorgenommenen Modifikationen erhalten. Konsequenterweise hat man sich entschieden, auch im neuen Zweigwerk in Wernigerode im Harz genau die gleichen Systeme und Module einzuführen wie im Schwarzwälder Hauptwerk. Verbunden sind die beiden Werke via ISDN-Router.

 

Firmenportrait Maschinenbau Kallfass

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Die heutige Firma wurde im Jahre 1949 vom Firmengründer Ernst Kallfass Senior und seiner Ehefrau Frida als Maschinen- und Apparatebau gegründet. Am Anfang wurden Reparaturarbeiten insbesondere für die Holzverarbeiter ausgeführt. Bereits Ende der sechziger Jahre baute KALLFASS mit eine der ersten Stapelmaschinen für Schnittholz. 1975 trat der Sohn Ernst in die Firma ein, an den diese im Jahre 1984 übergeben wurde. Unter seiner Leitung wurde die Fertigung rationalisiert, die Produkte weiterentwickelt und die vorhandenen Einzelmaschinen und Fördereinrichtungen zu kompletten Fertigungsanlagen kombiniert. Die zunehmende Verlagerung der Palettenholz-Zuschnitte direkt in die Sägewerke, erschließt fortan diesen Kundenkreis für flexible Abläng-, Stapel- und Sortieranlagen. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit der Anlagensysteme hat dem stetig gestiegenen Anforderungsprofil, durch die technologische Weiterentwicklung in der Holzverarbeitung, in jeder Hinsicht bestens Rechnung getragen. Nach dem Fall der Mauer wurde im Jahre 1993 eine weitere Produktionsstätte in Wernigerode/Harz bezogen. 1999 feierte die Firma Maschinenbau KALLFASS ihr 50-jähriges Jubiläum. Derzeit beschäftigt die Firma KALLFASS ca. 70 Mitarbeiter.

 
 
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