Pro Jahr 850 Millionen Versandhüllen „Made in Germany“

Anton Debatin GmbH
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Dass eine Massenproduktion nicht unbedingt nach Asien oder Osteuropa ausgelagert werden muss um wirtschaftlich zu sein, zeigt das Beispiel der Anton Debatin GmbH aus dem badischen Bruchsal. Innovative Produkte, die von hochqualifizierten Mitarbeitern entwickelt und produziert werden, verbunden mit modernsten Produktionsverfahren, Maschinen und einer ERP-Software, die die Unternehmensprozesse optimal steuert, gewährleisten höchste Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen.

 

Von Anfang an erfolgreich

Anton Debatin GmbH

Fast jeder kennt die Produkte der Anton Debatin GmbH aus dem badischen Bruchsal, doch nur wenige das Unternehmen, das dahinter steht. Was 1923 mit der Produktion von Papiertüten und -beuteln begann, wurde kontinuierlich um neue Produkte erweitert, 1953 auf Polyethylen umgestellt und laufend den neuen Markterfordernissen angepasst. Heute steht Debatin für ein modernes, flexibles Unternehmen, das erfolgreich Innovation, Technologie, Qualität und Marktorientierung verbindet. Das badische Traditionsunternehmen gehört mit seinen Produkten Debasafe-Sicherheitstaschen, selbstklebenden Debapac-Dokumententaschen und Unipost-Versandhüllen - alle aus umweltverträglichem Polyethylen - zu den führenden Anbietern in Europa.

 

Hart umkämpfter Markt

„Wenn man davon ausgehen könnte, dass die Rohstoffpreise in Asien und Deutschland gleich wären,“ meint Dipl.-Betriebswirt Jürgen Wilhelm, Kaufmännischer Leiter der Anton Debatin GmbH, „würde der Automatisierungsgrad für unsere Produktion bei der Wettbewerbsfähigkeit nicht so eine große Rolle spielen.“ Die Aufbereitung der Rohstoffe ist günstiger in Asien, bezieht man aber den Transport, die Qualität, Flexibilität und den Zeitvorteil beim Ausliefern der Ware in Europa mit ein, rechnet sich der Produktionsstandort Bruchsal für Debatin. „Wir sind bei den Klebetaschen und manipulationssicheren Sicherheitstaschen der größte Hersteller in Europa. Allein in Deutschland liegt der Marktanteil bei rund 80%,“ führt Jürgen Willhelm aus. Um den erreichten Qualitätsstandard zu halten und weiter auszubauen, setzt Debatin seit 2001 auf die betriebswirtschaftliche Standardsoftware abas-ERP. „Wir haben uns den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt für die Einführung der abas-Business-Software ausgesucht,“ erinnert sich Jürgen Wilhelm. „2001 haben wir die Transporttaschen für die EURO-Einführung und die DM-Rückführung produziert, da war nur wenig Kapazität für eine Software-Einführung übrig.“

 

Software, die „mitwächst“

Jürgen Willhelm, Kaufmännischer Leiter

Dass es trotzdem geklappt hat, mit der Einführung der neuen ERP-Software zeigt deutlich die Entwicklung, die Debatin seit Echtstart des Systems genommen hat. Als man an die Auswahl des neuen Systems ging, suchte man vor allem Flexibilität und Performance. Jürgen Wilhelm: „Unser Geschäft verändert sich. Manchmal gilt es, innerhalb kürzester Zeit eine neue Produktionslinie aufzubauen. Die muss dann natürlich auch im ERP-System abgebildet werden. Jüngstes Beispiel sind die transparenten Sicherheitstaschen im Flugverkehr. Die neue Software musste also nicht nur unsere Anforderungen zum Systemstart abbilden, viel wichtiger war für uns die Möglichkeit, auch zukünftige Anforderungen im System mit vertretbarem wirtschaftlichen Aufwand abzubilden. Hier begeistert uns die abas-Business-Software jeden Tag auf´s Neue. Wir können Anpassungen selbst durchführen und das Beste daran, unsere Anpassungen bleiben nach einem Upgrade erhalten.“ Dies wird durch die spezielle Architektur der abas-Business-Software erreicht. Sie ist in drei Schichten aufgebaut. Der Kern enthält die abas-eigene Datenbank und die Funktionalität, er wird ausschließlich von der ABAS Software AG programmiert. In der zweiten Schicht können die Anpassungen durchgeführt werden und in der Dritten liegen die Schnittstellen für das Anbinden von Zusatzlösungen wie beispielsweise eine Barcodescanner-Anbindung im Lager.

 

Anbindung mit abas-eB und EDI

Über EDI-Barcodescanner (EDI = Electronic Data Interchange) werden Warenzu- und -abgänge an abas-ERP gemeldet. Debatin hat ein chaotisches Lager. Das System vergibt die Lagerorte je nach Verfügbarkeit. abas-ERP berücksichtigt dabei jedoch die Debatin-Produktionslogistik. Auch der Außendienst hat jetzt einen „drahtlosen“ Zugang zum System. Über abas-eB wurde eine browserbasierte Anbindung realisiert. So kann der Außendienstmitarbeiter vor Ort beim Kunden Bestellungen aufnehmen, Lagerbestände überprüfen und über den Status von bestellten Waren Auskunft geben. Debatin konnte mit dem Einsatz der abas-Business-Software die Servicequalität weiter ausbauen.

 

Unabhängigkeit

Anton Debatin GmbH

„Gerade im Vergleich zu unserer vorherigen Lösung werden die Vorzüge der abas-Business-Software besonders deutlich. Da es sich bei der alten Software nach vielen Anpassungen mehr oder weniger um ein Individualsystem handelte, waren wir von unserem betreuenden Systemhaus abhängig. Jede kleine Anpassung musste teuer eingekauft werden,“ vergleicht der Kaufmännische Leiter die Systeme und: „Es gab keine Weiterentwicklung, wir hatten viele Insellösungen im Einsatz, der Datentransfer fand über Schnittstellen und manuelles Übertragen statt. Dies war zeitaufwändig und fehleranfällig. In abas-ERP sind alle wesentlichen Module integriert. Doppel- und Dreifacheingaben gehören heute der Vergangenheit an, auch die Fehler haben sich reduziert oder anders ausgedrückt, die Quote liegt nahezu bei Null. Wir wollten mit dem neuen System das Know how bei uns im Haus behalten, um den kontinuierlichen Verbesserungsprozess in unseren Verwaltungsabläufen zeitnah und effizient unterstützen zu können.“ erinnert sich Jürgen Wilhelm.

Ein Beispiel hierfür ist das Fertigwarenlager das Debatin vor einer Weile outgesourced hat. Das Lager wurde über eine EDI-Schnittstelle mit dem ERP-System verbunden. Der Versandauftrag kommt von Debatin und wird vom Lager-Dienstleister kommissioniert. Dabei werden die Lieferscheine als PDF-Dokumente an den Spediteur übergeben, der sie auf Original-Debatin-Geschäftspapier ausdruckt und ausliefert. Die Lieferungen werden dann vom Dienstleister wieder an abas-ERP zurückgemeldet, das entsprechend die weiteren Schritte wie das Verbuchen der Lieferscheine oder das Erstellen der Rechnung durchführt. „Mit der abas-Business-Software sind wir in der Lage, gesund zu wachsen ohne über Gebühr Kapazitäten bei den Mitarbeitern aufbauen zu müssen,“ freut sich der Kaufmännische Leiter. Und weiter: „Dadurch steigern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Mit einem Lächeln im Gesicht ergänzt Jürgen Wilhelm: „Wir wollen unsere Daten im Haus verwalten. Die abas-Business-Software kann aufgrund ihrer Software-Architektur äußerst resourcensparend betrieben werden. Bei anderen Systemen müssten wir ggf. ganze Serverfarmen betreiben, um auf eine entsprechende Performance zu kommen. Für die Administration unserer Server und auch für die unternehmensspezifischen Anpassungen in unserer ERP-Software benötigen wir ebenfalls keine externen Dienstleister, und auch das wirkt sich natürlich äußerst positiv auf die Kosten aus.“

 

Umsatz verdoppelt bei stabiler Mitarbeiterzahl

So konnte das Unternehmen seit der Einführung der abas-Business-Software im Jahr 2001 seinen Umsatz von 20 auf 40 Millionen Euro steigern, die Vorgänge haben sich im genannten Zeitraum ebenfalls nahezu verdoppelt und die Ausgangsrechnungen sind von 8.500 auf 15.300 im Jahr gestiegen. Der Personalbestand hat sich bei Debatin im genannten Zeitraum jedoch in der Produktion nur um 6,5 und in der Verwaltung um 4,3 % erhöht. „abas-ERP ist heute für uns im übertragenen Sinn der Dom zu dem wir die vorher im Unternehmen vorhandenen Insellösungen oder Kirchen zusammengefasst haben,“ resümiert Jürgen Wilhelm.

 
 
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