- Referenzen
- >
- Branchen
- >
- Metallbe- und -verarbeitung
- >
- Anwenderbericht
Blechverarbeiter setzt auf Software von ABAS
BVS Blechtechnik GmbHDownload Anwenderbericht als pdf (1.220 KB)
Investitionssicherheit, Stabilität im Betrieb und Flexibilität wünschen sich ERP-Anwender. Bei der mittelständischen BVS Blechtechnik GmbH ist seit 1996 die betriebswirtschaftliche Standardsoftware von ABAS im Einsatz. Das System unter dem Betriebssystem Linux läuft bis heute ohne Ausfälle und begleitet das Böblinger Unternehmen auf einem rasanten Wachstumskurs.

Wenn man mit dem Geschäftsführer Harald Steiner über ERP-Systeme spricht, dann kommt der sonst sehr agile Unternehmer ins Stocken: „Die Entscheidung für die Software von ABAS ist schon elf Jahre her und das System läuft seit seiner Einführung bei uns so problemlos, dass wir uns selten Gedanken darüber machen.“ Damit sei doch schon fast alles gesagt meint Steiner. Dabei sind nicht nur sein Unternehmen, die BVS Blechtechnik GmbH, sondern auch der unscheinbare, flexible und leistungsfähige ERP-Begleiter mehr als einen Satz wert. Denn seit die abas-ERP-Software 1995 bei dem Böblinger Unternehmen eingeführt wurde, hat sie sich bewährt und die BVS auf ihrem rasanten Wachstumskurs begleitet.
In drei Bereichen sind die Schwaben aktiv: Das klassische Geschäft umfasst die komplette Blechbearbeitung und -verarbeitung aus einer Hand, hauptsächlich sind dies Gehäuse für alle denkbaren Einsatzbereiche über viele Branchen wie Telekommunikation, Medizintechnik und Elektroindustrie hinweg. Oder, wie es Geschäftsführer Steiner griffig formuliert: „Wir verpacken Elektronik in Feinblech.“ Hinzu kommen Industrie-Dienstleistungen, die unter anderem die Beratung bei der Produktentwicklung beinhalten. Ein drittes Standbein bildet die Produktlinie infomedia. Diese von BVS entwickelten und gefertigten Informations- und Präsentationssysteme umfassen Terminals und Kiosksysteme in ansprechenden Metallgehäusen. Zu den Kunden hierfür zählen unter anderem die Deutsche Telekom, aber auch Hotelketten oder der Einzelhandel. Wie viele Mittelständler ist auch die BVS zum großen Teil exportorientiert: Rund 40 Prozent der Produktion geht ins – vorwiegend europäische – Ausland.
Rasantes Wachstum
Seit seiner Gründung 1989 als „Ein-Mann-Unternehmen“ ist der Böblinger Betrieb auf Wachstumskurs: Bereits 1992 wurde die Produktionsfläche verdreifacht, 1995 übernahm man den metallverarbeitenden Bereich der deutschen Hewlett Packard Niederlassung, zog in ein neues Gebäude und baute den Fuhr- und Maschinenpark aus. Sowohl in die Gebäude als auch in die Produktionsumgebung wurde bis dato kontinuierlich investiert und die Belegschaft ist inzwischen auf 180 Mitarbeiter gewachsen. Stolz ist man auf eine große Fertigungstiefe: „Wir bieten unseren Kunden die gesamte Prozesskette der Blechbearbeitung und -verarbeitung aus einer Hand an, 95 Prozent davon intern durch eigene Prozesse“, so Steiner.
Um in einer wettbewerbsintensiven Branche erfolgreich zu sein, sind nicht nur unternehmerisches Geschick und viel Know-how gefragt „die meisten haben die Produktion bereits ins kostengünstige Ost-Europa oder nach Asien verlagert“, sondern es ist auch ein moderner Maschinenpark sowie die effiziente Organisation der Produktion notwendig. Zu den Highlights in der Fertigung der Böblinger zählen unter anderem automatisierte Fertigungszellen mit kombinierter Laser-/Biege-Zelle und automatischen Biegezellen, die von Robotern bedient werden. Oder auch die neuesten Trumpf Doppelkopf-Laserschneideanlagen. Wer sich für die Automatisierung von Blechbearbeitung interessiert, bekommt in den BVS-Hallen große Augen. „Uns geht es vor allem darum, dass wir auch kleine Losgrößen in vernünftigen Durchlaufzeiten wirtschaftlich fertigen können“, betont Steiner.
„Wir verpacken Elektronik in Feinblech“

„Effizienz wird bei uns aber nicht nur im Produktionsbereich groß geschrieben, auch der kaufmännische Bereich muss gut organisiert sein“, sagt der kaufmännische Leiter Frank Link. Dazu müssen nicht nur alle Ressourcen planbar und im Blick sein, sondern auch alle relevanten Informationen in einem stabilen und verlässlichen ERP-System zusammenlaufen. Bis 1995 war eine individuell programmierte EDV-Lösung im Einsatz, die allerdings mit dem BVS-Wachstum und den damit verbundenen Anforderungen nicht mithalten konnte. Mit Weitsicht entschied sich Geschäftsführer Steiner damals nach reiflicher Überlegung für die Einführung der abas-ERP-Software – damals noch als abas-EKS bekannt. „Das war eine der besten Entscheidungen, die ich bislang als Unternehmer getroffen habe“ sagt er heute mit Überzeugung.
Der Hersteller, das Karlsruher Software-Haus ABAS, ist auf betriebswirtschaftliche Standard-Software für Fertigungs- und Handelsunternehmen spezialisiert und kennt als mittelständischer Betrieb die Belange seiner - ebenfalls mittelständischen - Kunden sehr genau.
Ein ERP - viele Funktionen
Die BVS Blechtechnik setzt alle Module der abas-ERP-Software ein: Von Einkauf mit Bestellwesen über Lagerwesen, Disposition, Waren- und Materialwirtschaft bis hin zu Verkauf mit Auftrags- und Rechnungswesen. Das Modul Einkauf bietet eine durchgängige Vorgangsbearbeitung von der Anfrage über Bestellvorschläge und Bestellungen sowie die Erfassung von Wareneingängen bis hin zur Rechnungsprüfung. Das Bestellwesen dient als zentrale Komponente des Einkaufs. In der Disposition werden beim Unterschreiten von Mindestbeständen Bestellvorschläge generiert, die dann in Anfragen und Bestellungen einfließen. Das Bestellwesen ist zudem über die Zuordnung von Kostenstellen, Kostenträgern und Kontierung für jede Bestellposition mit der Finanzbuchhaltung und der Kostenrechnung verbunden. Mit der abas-Funktion Materialwirtschaft lassen sich unter anderem die Lagerverwaltung, Losgrößenbildung, Gebinde- und Seriennummernverwaltung, Materialzuordnung sowie Chargenverwaltung steuern. Die Erfassung der Betriebsdaten ermöglicht das Modul BDE. Rund 50 Anwender haben Zugriff auf die installierten 43 Lizenzen des unter dem Betriebssystem Linux betriebenen Systems.
Feinplanung für die Fertigung

Die Anforderungen der Böblinger an das Enterprise Resource Planning resultieren nicht nur aus dem großen Unternehmenswachstum mit allen damit zusammenhängenden Veränderungen, sondern auch durch die notwendige Flexibilität eines Auftragsfertigers. Denn BVS produziert nicht auf Lager, sondern ausschließlich auf Kundenanfrage und muss deshalb extrem flexibel in der Kapazitätsplanung sein. Der Blechverarbeiter entschied sich daher für eine Erweiterung der abas-Standardfunktionen Fertigung/PPS um eine externe Lösung für die Fertigungsfeinplanung.
Zuverlässig und stabil
Bei allem Lob für das System und den Karlsruher Hersteller gibt es bei BVS auch Kritikpunkte. „Nach unserer Philosophie muss ein ERP-System im Kern möglichst viel abbilden, aber auch entsprechend anpassungsfähig sein. Ein Beispiel hierfür ist unsere ‚verlängerte Werkbank’, die wir bereits vor zehn Jahren individuell mithilfe der Software abgebildet haben“, erinnert sich Link. Damals konnte der Hersteller kein geeignetes Modul für die Abbildung dieser Abläufe liefern. „Eigentlich haben wir diese Erweiterung immer als ‚Hilfskrücke’ gesehen, aber es funktioniert bis heute.“ Auch im Bereich der elektronischen Datenübertragung – kurz EDI – musste anfangs eine individuelle Lösung dienen, die – trotz inzwischen erweiterter EDI-Funktionalitäten von ABAS – immer noch im Einsatz ist.
Wie so oft im Leben ist die Beständigkeit von Provisorien erstaunlich. Solche Beispiele gibt es einige bei BVS. Das Interessante dabei: Die Böblinger kümmern sich nur um abas-Udates, wenn sie neue Anforderungen im ERP umsetzen möchten. „Wir haben über die Jahre schon öfter einige Upgrades ausgelassen und diese dann in einem Schritt aufgeholt. Im Hinblick auf die Vielzahl der individuellen Anpassungen ist so etwas eigentlich riskant, aber auch hier gab es nie Probleme“, betont der Prokurist.
Keine Zeit für ERP – Prokurist Link und Geschäftsführer Steiner sehen es mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Wir sind einerseits überzeugt von der Funktionalität und der Stabilität der abas-ERP-Software, schließlich hatten wir in rund elf Jahren nie einen Stillstand. Andererseits meldet sich aber immer wieder einmal das schlechte Gewissen, denn wir wissen, dass wir noch viel mehr aus dem ERP-System rausholen könnten: Das Überdenken von Prozessen, das Optimieren von Abläufen im System, das Einsetzen neuer Funktionalitäten – da wäre sicherlich noch einiges zu machen. Das einzige was uns dafür fehlt ist die Zeit!“
Firmenportrait BVS Blechtechnik GmbH

BVS Blechtechnik ist eines der führenden feinblechverarbeitenden Unternehmen in Deutschland. Durch Innovation, kombiniert mit hohem technischem Standard hat sich BVS Blechtechnik international zu einem der Lohnfertiger und Systemlieferanten für Gehäusetechnologie entwickelt.
Die BVS Blechtechnik GmbH wurde im Mai 1989 mit 1 Mitarbeiter und 1 Maschine gegründet. Bis dato hat sich BVS Blechtechnik zu einem 180 Mitarbeiter starken Unternehmen entwickelt, welches alle Prozesse rund um das Thema Blechbearbeitung und -verarbeitung anbietet.
oder mit uns in Kontakt treten.






